Beim VEITHsymposium 2025 in New York stellte Prof. Dr. Horst Sievert aktuelle Ergebnisse zur Multiorgandenervierung vor – einem neuartigen katheterbasierten Ansatz zur Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes, metabolischem Syndrom, Herzinsuffizienz und pulmonaler Hypertonie.

Die sympathische Überaktivität spielt bei vielen dieser Erkrankungen eine zentrale pathophysiologische Rolle. Neben den Nieren sind auch Leber, Pankreas, Duodenum, der splanchnische Gefäßraum und die Pulmonalarterien stark innerviert und daher potenzielle Zielstrukturen für eine interventionelle Denervierung.

Kernpunkte des Vortrags:
• Erste klinische Erfahrungen mit kombinierter Denervierung der Nieren- und Leberarterie (MODUS-Studie)
• Multiorgandenervierung (MDN) mit Ballonkatheter und Mikronadel-Injektion (Sympathol™)
• NECTAR IV: Verbesserungen im 24-Stunden-Blutdruck und HbA1c bei Patientinnen und Patienten mit Hypertonie und Typ-2-Diabetes
• Splanchnikus-Denervierung: Verbesserte Hämodynamik und Belastbarkeit bei HFpEF in frühen Studien
• Pulmonalarterien-Denervierung: Konsistent positive Daten aus mehreren randomisierten Studien

Fazit:
Die Multiorgandenervierung eröffnet neue therapeutische Möglichkeiten bei Erkrankungen, die durch eine erhöhte sympathische Aktivität geprägt sind. Die bisherigen klinischen Daten sind vielversprechend und unterstreichen das Potenzial interventioneller Neuromodulation.

Kontakt:
Prof. Dr. Horst Sievert
CVC Frankfurt – CardioVasculäres Centrum Frankfurt
HorstSievertMD@aol.com